Vorangehen heißt nicht immer weitergehen
Ein Essay über Nachhaken, Verantwortung und den Moment, in dem Weitergehen zu früh wäre.
Manchmal liegt etwas vor, das gut ist: ein Text, eine Entscheidung, ein Konzept. Und dennoch gibt es diesen leisen Moment des Zögerns. Kein Einwand, kein Gegenargument – eher ein Nachhaken, das sich nicht sofort begründen lässt.
Der folgende Essay geht diesem Moment nach. Er versteht Nachhaken nicht als Unsicherheit, sondern als Ausdruck von Verantwortung. Philosophisch gerahmt – mit Bezug auf Martin Buber, Emmanuel Levinas und die Figur des „störenden Dritten“ – öffnet er einen Denkraum für verantwortliches Handeln jenseits von Harmonie, Effizienz und frühen Erfolgserzählungen.